Fleisch bei LIDL

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Protestaktion bei Lidl in Böblingen!

Bundesweit fanden heute in über 60 Städten in Deutschland zeitgleich Proteste von Greenpeace-Gruppen in Lidl-Filialen statt - wir waren aktiv in der Böblinger Filiale. Discounter verkaufen mehr als 40% des Fleischs in Deutschland und sind wesentlich daran beteiligt, den Preis und damit die Qualität der Tierhaltung nach unten zu drücken. Lidl bewirbt aber sein gesamtes Schweinefleisch der Eigenmarke Landjunker mit dem Label der "Initiative Tierwohl", einem Fleischsiegel des Lebensmitteleinzelhandels, der Fleisch- und Landwirtschaft. Dieses suggeriert eine hohe Qualität der Tierhaltung; tatsächlich liegen die Pflichtanforderungen nur gering über den gesetzlichen Mindestbedingungen! Was die Kunden auch nicht wissen: nur ein Bruchteil des mit dem "Initiative Tierwohl" ausgezeichneten Fleischs (ca 10%) stammt tatsächlich aus dieser Haltung - welches, weiß nicht einmal Lidl, da die Rückverfolgung des Fleischs nur bis zum Schlachthof möglich ist. "Sicherheitshalber" beklebt man deshalb alles angebotene Fleisch mit dem Siegel! Wir haben deshalb ein Warnschild auf den Packungen angebracht!

Am 28. September hat sich auch das Bundeskartellamt eingeschaltet und "mehr Verbrauchertransparenz bei der Initiative Tierwohl" gefordert! Bisher sei für den Verbraucher überhaupt nicht erkennbar, woher das angebotene Schweinefleisch tatsächlich stammt. Das Bundeskartellamt schreibt nun zwingend eine Änderung vor, die dieses transparent macht - also genau das, was wir auch und schon länger fordern.

Wenn Sie sich bezüglich der unterschiedlichen Fleischsiegel und Fragen der Tierhaltung informieren möchten, können Sie dies gerne mittels der angehängten Broschüren tun.

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