OZEANVERSAUERUNG

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Ozeanversauerung - die andere Seite des CO2-Problems

Zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt – wir leben wahrlich auf einem blauen Planeten! Dennoch sind die Auswirkungen des Klimawandels an Land weitaus besser erforscht als die Auswirkungen auf Lebensgemeinschaften im Ozean.

Seit Dekaden nehmen unsere Meere und Ozeane immer mehr Kohlendioxid auf – sie versauern. Pflanzen und Tiere reagieren teils positiv, teils negativ auf die Veränderungen: Die Rollen im Nahrungsnetz werden neu verteilt. Hinzu kommen verschiedene weitere Umweltfaktoren, die den Wandel verstärken oder abmildern können. Fest steht: Die Artenvielfalt wird abnehmen. Außerdem kann der Ozean nicht beliebig viel Kohlendioxid (CO2) aufnehmen. Verringert sich die CO2-Speicherung im Meer, beschleunigt das den Treibhauseffekt.

Forschende sind dabei, Prozesse im Meer zu entschlüsseln, Folgen zu ermitteln und Auswirkungen für die Gesellschaft abzuschätzen. Je tiefer sie ins System blicken, desto deutlicher werden die komplexen Verflechtungen. 

Es ist uns gelungen, einen der renommiertesten Forscher auf diesem Gebiet, Prof. Ulf Riebesell vom GEOMAR in Kiel, für einen Vortrag zu diesem Thema zu gewinnen. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ist eine der weltweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Meeresforschung. Aufgabe des Instituts ist die Untersuchung der chemischen, physikalischen, biologischen und geologischen Prozesse im Ozean und ihre Wechselwirkung mit dem Meeresboden und der Atmosphäre. Mit dieser Bandbreite deckt das GEOMAR ein in Deutschland einzigartiges Spektrum ab. Das GEOMAR ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts und wird von der Bundesrepublik Deutschland (90%) und dem Land Schleswig-Holstein (10%) gemeinsam finanziert.

 

Der Vortrag findet statt am 20. Juli um 19 Uhr in den Räumen der Volkshochschule Böblingen-Sindelfingen (Im Höfle, Pestalozzistraße 4, Böblingen), die Mitveranstalter ist. Eintritt frei.

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Wissenschaftsporträt Ulf Riebesell