UN-Klimagipfel in Bonn

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Der Klimagipfel von Paris war ein Aufbruch. Das gemeinsame Ziel, die Klimakrise aufzuhalten, macht Hoffnung. Doch das gelingt nur mit entschlossenem Handeln. Gerade nach dem Ausstieg von Donald Trump aus dem Klimaabkommen reichen warme Worte allein nicht aus. Jetzt müssen mehr denn je Taten folgen: ehrgeiziger Klimaschutz, faire Unterstützung für die armen Länder – und der Ausstieg aus der Kohle!

Vom 6. bis 17. November findet in Bonn der 23. UN-Klimagipfel statt. Während die Regierungen die Umsetzung des Pariser Abkommens verhandeln, liegen die Schlote und Gruben des rheinischen Kohlereviers nur wenige Kilometer entfernt. Hier holen die Energiekonzerne die klimaschädliche Braunkohle aus dem Boden. Die deutsche Bundesregierung gibt sich als Klima-Vorreiter – doch die eigenen Klimaschutzziele wird sie deutlich verfehlen. Denn sie bremst die Energiewende aus und setzt weiter auf die Energiegewinnung durch Kohle. Kohle trägt zu ca. 42% der deutschen Stromerzeugung bei, aber zu 80% der Treibhausgasemissionen - Braunkohle ist der schmutzigste der von uns verwendeten Energieträger!

Wir fordern schnelles Handeln und einen verbindlichen Fahrplan für einen sozialverträglichen Kohleausstieg. Das schützt das Klima und ermöglicht es, Perspektiven für die betroffenen Menschen und Regionen zu entwickeln. Nur wenn die Kohlemeiler schnell vom Netz gehen, können wir die Pariser Klimaziele einhalten. Schon in wenigen Jahren muss die älteste und schmutzigste Hälfte der Kohlekraftwerke vom Netz sein. Denn der Klimaschutz entscheidet sich am Kohleausstieg.

Aus diesem Anlass veranstalteten wir eine Mahnwache auf dem Sindelfinger Wochenmarkt; große Banner erreichten auch die Autofahrer. Eine ganze Reihe von Menschen zeigte auch Interesse an Ökostrom und nahmen Unterlagen zum Stromwechsel mit.

Wir sind gespannt, ob die Konferenz selbst einen erfolgreichen Abschluss findet und konkrete Maßnahmen beschlossen werden, an denen es bislang fehlt.

 

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