Gentechnik

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Gentechnik: Keine Wunder, nur faule Versprechen

Gentechnik sollte den Hunger der Welt lindern und den Einsatz von Pestiziden mindern. Die Realität sieht anders aus, teilweise trat das Gegenteil ein. Auch die Ertragsersteigerungen fanden nicht statt.

Lessen Sie hier mehr.

Neue EU-Bestimmung zu Gentechnik:

Künfig bestimmen die EU-Länder selbst, ob Gentechnik in der Landwirtschaft Verwendung findet oder nicht. Lesen Sie hier, welche Konsequenzen dies haben kann.

Mach mit! Verhindere mit uns den Anbau von Gen-Pflanzen!

 

Greenwashing made by Mc Donalds

McDonald's grüne Schminke Grün, grün, grün sind alle meine Farben? Nicht ganz - McDonald's ist ein Paradebeispiel für Greenwashing.

Neue Pläne für Gentechnik im Geflügelfutter beweisen es.

Vor ein paar Jahren wechselte die Fast-Food-Kette den Hintergrund für das Unternehmenslogo von Rot auf Grün – als Bekenntnis und Respekt vor der Umwelt, wie es hieß. Ein bisschen Schminke reicht allerdings nicht aus, um die Umwelt zu schützen. Sie kann auch dazu dienen, den einen oder anderen schmutzigen Fleck in der Produktionskette zu vertuschen. Einer dieser hässlichen Flecke kommt jetzt zum Vorschein. Denn der Burger-Riese will wieder Gentechnik im Geflügelfutter einsetzen. Geflügelmäster wie Wiesenhof und Co hatten im Februar angekündigt gentechnisch veränderte Soja ab sofort ins Futter zu mischen und damit eine seit 14 Jahren bestehende Selbstverpflichtung aufzugeben.

18.05.2014,

Wahljahr 2014

Und so bietet es sich an, eine Reieh von Fragen an Politiker und Kandidaten zu stellen:

  • Werden neue gentechnisch veränderte Pflanzen (gv-Pflanzen) zum Anbau in Europa zugelassen?
  • Dürfen einzelne EU-Staaten nationale Anbauverbote für Genmais aussprechen
  • sollen Regionen oder Bundesländer sogar regionale Anbauverbote erlassen dürfen?

Stichwort "Nulltoleranz":
Muss Saatgut weiterhin absolut gentechnikfrei sein oder wird ein bisschen gentechnisch verändertes Saatgut toleriert, wie es die Gentech-Lobby schon seit Jahren fordert?

Soll die bestehende Nulltoleranz für nicht zugelassene Genkonstrukte bei Lebensmitteln aufgeweicht werden?

Viele Fragen werden heutzutage nicht national sondern EU-weit entschieden.  Gerade auch solche, die die Gentechnik in der Landwirtschaft betreffen. Darauf weist die Greenpeace-Gruppe Böblingen-Sindelfingen hin. Die Gruppe misst der nun anstehenden Europawahl eine hohe Bedeutung zu und möchte zur Haltungen der bisher hiesigen im Europaparlament vertretenen Parteien zur Agro-Gentechnik informieren. Hilfreich bei den Recherchen sind hierbei auch die Informationen des Umweltinstituts München, das weniger die wohlklingenden Worte in den Parteiprogrammen als vielmehr die Taten der  EU-Abgeordneten untersucht hat. Unter anderem auch beim derzeit aktuellen Gen-Mais 1507.


Erst kürzlich hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel verhindert, dass Deutschland im Februari m Europarat gegen die Anbauzulassung des Gen-Mais 1507 stimmt. Letztendlich stimmtenzwar 19 der 28 EU- Mitgliedsstaaten gegen diese Anbauzulassung und nur fünf dafür, dennoch wird die EU-Kommission voraussichtlich kurz nach der Europawahl die Anbauzulassung für den Genmais erteilen. Ohne Deutschlands Stimmen im Europarat konnten jene 19 Staaten keine  "qualifizierte Mehrheit" gegen die Anbauzulassung des Gen-Mais 1507 erreichen.


Doch nicht nur im Europarat sprach sich die Mehrheit gegen die Anbauzulassung von Gen-Mais 1507 aus: Auch im Europa-Parlament setzten bereits im Januar die Gegner des Mais 1507 eine Resolution durch, in der ein Verbot des Anbaus der Gen-Pflanze gefordert wird.

Das Umweltinstitut München untersuchte das Abstimmungsverhalten der einzelnen Parteien und  kam für die deutschen EU-Abgeordneten zu folgendem Ergebnis:
CDU: Derzeit sitzen 34 CDU-Abgeordnete aus Deutschland im Europaparlament. Eine klare Mehrheit von 24 Abgeordneten stimmte für die Anbauzulassung einer weiteren Gen-Pflanze, nur vier Abgeordnete stimmten dagegen, ein Abgeordneter enthielt sich und fünf stimmten gar nicht ab.
SPD: Derzeit sitzen 23 SPD-Abgeordnete aus Deutschland im Europaparlament. Eine klare Mehrheit von 18 Abgeordneten stimmte gegen die Anbauzulassung einer weiteren Gen-Pflanze, niemand aus den Reihen der SPD stimmte dafür, eine Abgeordnete enthielt sich und vier Abgeordnete stimmten gar nicht ab.
Bündnis 90/Die Grünen: Derzeit sitzen 14 Abgeordnete der Grünen aus Deutschland im Europaparlament. Eine klare Mehrheit von 12 Abgeordneten stimmte gegen die Anbauzulassung einer weiteren Gen-Pflanze, niemand aus den Reihen der Grünen stimmte dafür, niemand enthielt sich und zwei Abgeordnete stimmten gar nicht ab.
FDP: Derzeit sitzen zwölf FDP-Abgeordnete aus Deutschland im Europaparlament. Eine Mehrheit von sieben Abgeordneten stimmte für die Anbauzulassung einer weiteren Gen-Pflanze, nur ein Abgeordneter stimmte dagegen, niemand enthielt sich und vier Abgeordnete stimmten gar nicht ab.
Die Linke: Derzeit sitzen acht Abgeordnete der Linken aus Deutschland im Europaparlament. Eine Mehrheit von fünf Abgeordneten stimmte gegen die Anbauzulassung einer weiteren Gen-Pflanze, niemand aus den Reihen der Linken stimmte dafür, niemand enthielt sich und drei Abgeordnete stimmten gar nicht ab.

Weitere Informationen siehe Greenpeace Deutschland oder beim Umweltinstitut.

Unser TIP machen SIE sich Gedanken, überlegen Sie wer der richtige Kandidat, die richtige Partei ist. Jetzt können SIE sich noch informieren. Dann gehen SIE zur Wahl.
 

 

Mach mit! Verhindere mit uns den Anbau von Gen-Pflanzen!

 

"Wir unterstützen die Kampagne: “Keine Patente auf Saatgut!”

von der Organisation "no-patents-on-seeds".
Laden Sie sich den Brief herunter und schreiben Sie an das Patentamt