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Klimaerwärmung:
Die globale Erwärmung ist eine der größten Herausforderungen, denen sich die Menschheit derzeit stellen muss. Die massive Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle und Öl, aber auch die intensive Landwirtschaft führen zu einem Ausstoß klimawirksamer Gase wie CO , Methan (CH ) und Lachgas (N2O) und machen so die Erde zum Treibhaus. Diese Gase reduzieren die Wärmeabstrahlung, sodass sich die Atmosphäre, die Meere und der Boden darunter erwärmen. "Wir wissen mit Gewissheit, dass sich das Klima wandelt und die meteorologischen Bedingungen wegen des menschlichen Verhaltens immer xtremer werden", sagt WMO-Generalsekretär Michel Jarraud. "Wir müssen den Trend stoppen, indem wir den Ausstoß von CO und anderen Treibhausgasen zurückfahren."

Die massive Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle und Öl, aber auch die intensive Landwirtschaft führen zu einem Ausstoß klimawirksamer Gase wie CO2 , Methan (CH4 ) und Lachgas (N2O) und machen so die Erde zum Treibhaus. (3)
Aktuelle Daten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zeigen, dass die Konzentration von Kohlendioxid (CO2 ) in der Luft seit 30 Jahren nicht so stark angestiegen ist wie im Zeitraum von 2012 auf 2013. Die Menge an Treibhausgasen (C02, Methan, Lachgas) in der Atmosphäre hat damit einen neuen Höchststand erreicht. (5,6).
Durch den Anstieg der CO2-Konzentration sind die Temperaturen seit Beginn der Industrialisierung um 0,98°C gestiegen. Jedes der drei vergangenen Jahrzehnte war wärmer als alle Vorhergehenden seit 1850. In der Nordhemisphäre war die letzte 30-jährige Periode (von 1983 bis 2012) die wärmste seit 1400 Jahren. (5,6)
Auch Gemeinden im Schwarzwald wie Nagold werden von den bereits beginnenden Veränderungen des Klimas betroffen sein. Erste Indizien sind zunehmend auftretende extreme Wettersituationen, wie schlagartig lokal auftretende Starkregen und Gewitter mit orkanartigen Böhen nach längeren Periode des Regenmangels. Landwirtschaft wird dadurch zunehmend schwer kalkulierbar.

Anstatt eine schon seit Jahren geforderte Reduktion der CO2 -Emissionen zu erreichen, steigen diese immer weiter an. Allein der jährliche Ausstoß des Treibhausgases CO2 in den am schnellsten wachsenden Industrie-Nationen China und Indien macht sämtliche Einsparungen in anderen Industrieländern zunichte.

Aktuelle Daten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zeigen, dass die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Luft seit 30 Jahren nicht so stark angestiegen ist wie im Zeitraum von 2012 auf 2013. Die Menge an Treibhausgasen (C02, Methan, Lachgas) in der Atmosphäre hat damit einen neuen Höchststand erreicht.

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Klimawandel in der Diskussion:
Noch in den 1990er Jahren diskutierten Wissenschaftler kontrovers über die Ursachen der schnellen Erwärmung. Klimaschwankungen durch natürliche Prozesse wurden in Betracht gezogen. Ein natürlicher Prozess wäre zum Beispiel Vulkanismus. Extreme Vulkanausbrüche können das Klima verändern. In den zurückliegenden 150 Jahren war der Vulkanismus allerdings nicht ausgeprägter als in den Jahrhunderten zuvor. Ein weiteres Beispiel ist die Sonnenaktivität. Tatsächlich gibt es regelmäßige Sonnenzyklen mit stärkerer und geringerer Strahlungsintensität, doch Satellitenmessungen zeigen, dass die Schwankungen zwischen Minimum und Maximum der Strahlung in den vergangenen Jahrzehnten viel zu gering waren, um den derzeitigen Klimawandel auszulösen. (3)
Seit den 1950er Jahren wird regelmäßig die CO2-Menge in der Atmosphäre gemessen. Verglichen mit anderen Forschungsdaten zeigt sich, dass die Konzentration heute so hoch ist wie zuletzt vor 800.000 Jahren. Nachweisbar ist auch, dass das CO2 fossilen Ursprungs ist, also aus der Verbrennung von Kohle und Öl stammt. Dabei befindet sich nur etwa die Hälfte des Kohlendioxids in der Atmosphäre, die andere Hälfte haben die Meere und die Erdbiosphäre aufgenommen (s.o.).(3)
Heute gibt es so gut wie keinen Klimaforscher mehr, der von einer natürlichen Entwicklung ausgeht. Die Datenlage spricht für einen vom Menschen ausgelösten Klimawandel. Das bestätigt auch der UN-Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) - ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium, in dem Hunderte von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt mitwirken. Seine Berichte erscheinen regelmäßig. Der jüngste – AR5 genannt - ist 2014 herausgekommen.(1)

Und die Ergebnisse, die jetzt im Fachblatt "Nature" veröffentlicht wurden, verheißen nichts Gutes. Der Effekt der Wolken auf die Erwärmung sei unterschätzt worden, schreiben die Wissenschaftler um Steven Sherwood von der australischen University of New South Wales. Die Verdopplung des Kohlendioxids werde die Atmosphäre im globalen Durchschnitt nicht um 1,5 bis 4,5, sondern um 3 bis 5 Grad erhitzen.(10)

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Klimaskeptiker und die Kohle- und Ölindustrie:
Nach wie vor gibt es eine Handvoll sogenannter Klimaskeptiker, die die These eines vom Menschen verursachten Klimawandels ablehnen. Sie sind vielleicht wirklich nicht von der Stichhaltigkeit der Argumente überzeugt. Oder sie sind nicht bereit, ihren Lebensstil in Frage zu stellen, auch wenn er den Planeten ruiniert. Oft aber stehen Lobbyisten aus Industrie und Wirtschaft hinter den Skeptikern, vor allem die Öl- und Kohleindustrie . Das überrascht nicht, denn diese beiden Industriezweige und ihr lukratives Geschäft stehen auf dem Prüfstand.
Ein häufig genanntes Beispiel: der verlangsamte Temperaturanstieg in den vergangenen 15 Jahren.
In diesem Zeitraum ist die globale Mitteltemperatur weiterhin gestiegen, jedoch war die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs langsamer als in den vorhergehenden Jahrzehnten. Der IPCC stellt fest, dass man aus diesem Befund nicht auf eine generelle Abschwächung des globalen Klimawandels schließen kann, da solch kurzfristige Veränderungen vor allem auf natürliche und interne Schwankungen im Klimasystem zurückgehen. Die Untersuchungen der Gründe des verlangsamten Temperaturanstiegssind noch nicht abgeschlossen. Der fünfte Sachstandsbericht der IPPC, der AR5 gibt aber hierfür drei Hauptfaktoren (1) an:

  1. Kurzfristige interne Schwankungen des Klimasystems (z. B. Umverteilung von Energie in den Ozeanen)
  2. ein Minimum im 11-jährigen Sonnenzyklus und
  3. Verstärkung des kühlenden Effekts durch Aerosole aus mehreren kleineren Vulkanausbrüchen. Allein der 11jährige Sonnenzyklus macht einen Betrachtungszeitraum von mindestens 30 Jahren notwendig, 15 Jahre sind zu kurz, um eine Aussage über die Entwicklung des Klimas zu erlauben.

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Ist der Klimawandel noch aufzuhalten?
Nein, aufhalten können wir den Klimawandel nicht mehr. Doch die schlimmsten Folgen des Klimawandels können wir noch verhindern - wenn wir jetzt die Notbremse ziehen. Die weltweiten Treibhausgas-Emissionen müssen wir bis 2050 um mindestens 80% im Vergleich zu 1990 radikal reduzieren, dann kommen wir mit einem blauen Auge davon.


Wer ist der Hauptverursacher des Klimawandels?
Grund für die Erwärmung ist letztlich unsere Lebensweise in den Industriegesellschaften. Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas, die Abholzung von Wäldern und nicht zuletzt der steigende Fleischkonsum verursachen rasant zunehmende Treibhausgasemissionen.


Was ist das 2 Grad-Ziel?
Sollten die Temperaturen um mehr als zwei Grad Celsius ansteigen, befürchten Experten dramatische Schäden für die Ökosysteme und unumkehrbare Beeinträchtigungen des Klimasystems. Nur wenn wir es schaffen, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen können wir die Folgen des Klimawandels in Grenzen halten.

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Folgen der Klimaerwärmung:

  • Abschmelzen des ewigen Eises mit der Folge des Anstiegs der Meeresspiegel. Befürchtet wird ein Anstieg von bis zu 1 Meter in den nächsten Jahrzehnten. Dadurch kommt es zu Überschwemmungen, zum Verlust von Siedlungsflächen und Anbauflächen und zu mehr Klimaflüchtlingen.
  • Extreme Wetterlagen (Dürren, Starkregen, Überschwemmungen, zunehmende Stärke und Frequenz von Hurrikanen mit der Folge von Missernten, Zerstörung, Milliardenschäden, Klimaflüchtlingen)
  • Abtauen der Permafrostböden mit der Folge der Freisetzung enormer Mengen an Treibhausgasen und einer irreversiblen Beschleunigung der globalen Temperaturerhöhung, sobald die Temperaturerhöhung die zwei Grad Celsius Marke überschreitet.
  • Umverteilung der Wasserverfügbarkeit mit einer Zunahme in den Tropen und zunehmender Trockenheit und damit Wüstenbildung in mittleren und semiariden niedrigen Bereichen.
  • Versauerung der Meere durch Bindung von C02 als Kohlensäure
  • Artensterben, Korallensterben, Veränderung der Ökosysteme
  • Veränderung der Nahrungsmittelproduktion
  • gesundheitliche Folgen: Mangelernährung, Hitze, Atem-und Kreislauferkrankungen, Auftreten von Infektionserregern
  • Gefahr der Änderung der großen Meeresströmungen: z.B. in Europa zu einer Eiszeit, im Amazonas zur Versteppung führen

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Forderungen an die Bundesregierung und an die EU:

  • Mindestens 40 Prozent geringerer  CO2 Ausstoß  in Deutschland bis 2020 (gegenüber 1990)
  • Mindestens 55 Prozent geringerer  CO2 Ausstoß in Europa bis 2030 (gegenüber 1990)
  • Klimagerechtigkeit und finanzielle Hilfe für die ärmsten Länder der Welt

Dies können Sie selbst tun:

  • ✔Schreiben Sie an Ihre Stadtverwaltung und fordern Sie sie auf, Wärmedämmung, Heizung (z.B. durch Blockheizkraftwerke) und Energiegewinnung (z.B. Solaranlagen) aller öffentlichen Gebäude auf den neuesten technischen Stand zu bringen
  • ✔Fragen Sie bei Ihrer Verwaltung nach, welche Klimaschutzziele wie umsetzt werden.
  • ✔Fordern Sie eine bessere Informationspolitik bezüglich des Einsparpotentials bei Hausbau, der Sanierung und im Haushalt.
  • ✔Wechseln Sie Ihren Stromanbieter und berücksichtigen Sie den Mix an regenerativen Energieträgern des Anbieters, ohne Kernkraft, Kohle und Öl.
  • ✔Sie sind Hausbesitzer? Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, wie Sie die Wärmedämmung Ihres Hauses verbessern können und wie die Heizung optimiert oder ersetzt werden kann. Hierfür gibt es Finanzierungsangebote und Subventionen.
  • ✔Aber auch als Mieter können Sie einiges unternehmen: Fahnden Sie selbst nach Ihren eigenen Energieverschwendern: ein Kaffeevollautomat oder ein Warmwasserboiler müssen nicht ständig am Stromnetz sein, hier addieren sich leicht mehrere Kilowatt.
  • ✔Schalten Sie Geräte, die sie nicht benötigen nicht in den Standby, sondern ganz aus. Auf diese Weise lassen sich leicht bis zu 40% Energie einsparen. Energiemessgeräte hierfür gibt es für ca. 25 Euro in jedem Elektromarkt. Manches Gerät verbraucht nicht ein Watt sondern acht Watt oder mehr im Standby!
  • ✔Denken Sie mit und übernehmen Sie Verantwortung. Sie schonen so die Umwelt und ihre Haushaltskasse.
  • Fordern Sie Sigmar Gabriel auf, endlich eine Fahrplan für den raschen Ausstieg aus der Kohlekraft vorzulegen:

    Unsere Online Unterschriftenaktion an Sigmar Gabriel


Nähere Details entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Flyer.

Weiterführende Links und Quellenangaben:

Lesen Sie auch über unsere Aktionen zum Thema:

 

 

© C.Weber, Greenpeace Böblingen Sindelfingen

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