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Buchenwald als Urwald von morgen ist in Gefahr

Ein Nationalpark für Baden-Württemberg

 

Der Urwald/Buchenwald von morgen ist in Gefahr:

Alte Buchen retten


Seit Jahren wird der Einschlag alter Buchenwälder in Deutschland massiv erhöht. Nur rund ein Prozent der Wälder sind hier­ zulande geschützt. Deutschland ist damit weltweit eines der Schlusslichter beim Waldschutz. Wir müssen aber endlich unsere internationale Verantwortung wahr­ nehmen, denn ökologisch besonders wert­ volle alte Buchen­ und Laubwälder sind in Deutschland sehr selten.

Mehr dazu:

 

 

Holznutzung und Waldschutz, so geht beides:


Ein kürzlich veröffentlichtes Eckpunktepapier von Greenpeace stellt Leitlinien zur forstwirtschaftlichen Nutzung der öffentlichen Laubwälder Bayerns in den nächsten zehn Jahre vor. Das Papier berücksichtigt Vorschläge von Forst- und Naturschutz-Sachverständigen ebenso wie von Bürgern im Spessart.
Anlass zur Entwicklung dieses Diskussionspapieres geben die aktuell laufenden Planungen

der BaySF zu der Frage, wie Bayern seine wichtigsten öffentlichen Laubwälder in den nächsten zehn Jahren nutzen will. Nach Ansicht von Greenpeace ist für den Zehnjahresplan der BaySF entscheidend, dass das Forstunternehmen den ökonomischen Druck aus den öffentlichen Wäldern nimmt. Dies muss weder zu Lasten der regionalen Holzverarbeiter noch der Nutzer von Brennholz gehen. Stattdessen sollte die BaySF weniger Industrieholz verkaufen. Statt Buchenholz nach China zu exportieren oder in die Papierindustrie billig zu verkaufen, soll der öffentliche Wald maßvoll bewirtschaftet werden. Nur durch eine gemäßigte Holznutzung können wertvolle Wälder wie der Spessart ihre internationale Bedeutung und Attraktivität behalten.
Greenpeace  setzt  auch zukünftig auf die Nutzung von starken Buchen und Eichen. Nur zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche sollen ganz der Natur überlassen werden - ohne forstliche Nutzung. Der geforderte Einschlagstopp ist zeitlich befristet, er soll so lange gelten, bis die Bayerische Staatsregierung ein naturnahes Gesamtkonzept verabschiedet haben. Systematisch gepflanzte Nadelbäume und Kahlschläge lehnt Greenpeace ab. Auch für die zur Geschichte des Spessarts gehörende Eiche ist eine naturnahe Bewirtschaftung möglich. Das geht vor allem auf den Flächen im Spessart, die jetzt mit fremden Nadelbäumen bewirtschaftet werden.

Eine Umfrage belegt: Bayern wollen mehr Waldschutz

Mit der Forderung "Schützt die alten Buchenwälder" protestierte Greenpeace am 21. Mai gegen die Waldpolitik von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Denn eine neue forsa-Umfrage ergibt: Die Menschen in Bayern wünschen sich mehr Waldschutz.
Kletterer hatten an der bayerischen Staatskanzlei ein 19 mal 5 Meter großes Banner befestigt. Anlass für den Protest ist das Ergebnis einer forsa Umfrage im Auftrag von Greenpeace. Daraus geht hervor, dass die Mehrheit der Bayern den Schutz von zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche fordert.
Dies sieht auch die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung vor. Bisher weigert sich Seehofer, diese umzusetzen. Seehofer macht im Wald Politik gegen die eigenen Wähler. Der Ministerpräsident soll seine Blockade aufgeben und den Einschlag stoppen, bis zehn Prozent der Wälder geschützt sind.
Vom 7. bis 15. Mai hatte das forsa-Institut 1000 Personen in Bayern nach ihrer Meinung zum Schutz der Wälder gefragt.
Demnach meinen

  • 69 % der bayrischen Bevölkerung, und
    62 % der CSU-Wähler,
    dass die Landesregierung den Anteil der geschützten Waldflächen auf zehn Prozent erhöhen sollte.
    Derzeit werden die öffentlichen Wälder intensiv bewirtschaftet. Die Gewinne fließen in die bayerischen Landeskassen.
  • 72 % der CSU-Wähler,
    dass die Landesregierung Karten mit Informationen über Alter und Zusammensetzung der öffentlichen Wälder in Bayern veröffentlichen sollte.

Bislang können die Bürger diese Informationen nicht einsehen.

Bisher weigern sich die Bay SF und Seehofer diese Daten und das Kartenmaterial wertvoller Buchenwälder herauszugeben. Laut bayerischem Umweltinformationsgesetz müssen diese jedoch veröffentlicht werden.

Sehen Sie unser Video: Greenpeace-Aktivisten fordern von Seehofer: Schütze Bayerns alte Buchenwälder!

Bayerischer Forstminister stoppt Douglasien Anbau

mit der Beantwortung einer schriftlichen Anfrage von Aschaffenburger SPD-Landtagsabgeordneten hat der Bayerische Forstminister letzte Woche ein Moratorium für die Pflanzung von Douglasien in alten Buchenwäldern verhängt und die Kahlschläge für die Eichennachzucht weitgehend in Natur ferne Fichtenbestände verlagert oder auf Flächen wo Nadelwälder durch Windbruch zerstört wurden.
Außerdem sollen noch in diesem Jahr erstmals Daten zu den Naturschutzkonzepten für Klasse-1-Wälder - also Flächen mit über 180-jährigen Buchen und über 300-jährige Eichen - im Internet veröffentlicht werden.
Nach einem Treffen mit Vertretern der bayerischen Staatsforsten und von Greenpeace hatten die Sozialdemokraten eine Anfrage zur Waldbewirtschaftung im Spessart an den Forstminister geschickt.
Hintergrund der Anfrage war die Greenpeace-Kritik an der bayerischen Forstpolitik, u.a. wegen der massenhafte Anpflanzung der aus Nordamerika stammenden Douglasie. Diese wird in geschützte Gebieten eingebracht und gefährdet die alten Buchenwälder, was gegen europäisches Naturschutzrecht verstößt.
Gegen den Douglasien-Anbau liegt der Europäischen Kommission ja bereits seit Ende April eine Beschwerde von Greenpeace vor. Bis darüber entschieden ist, werden in den geschützten Natura-2000-Gebieten des Spessarts ab sofort keine Douglasien mehr gepflanzt. Diese Zusage des Forstministers sei eine wirkliche Errungenschaft, heißt es in einer Stellungnahme der SPD. Allerdings beharrt Brunner in seinem Schreiben auf der Einschätzung, die Douglasie sei »sowohl in Hinblick auf den Klimawandel als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten eine vorteilhafte Mischbaumart. .Auch juristisch sieht der Forstminister Greenpeace im Irrtum: In Natura-2000-Gebieten sei »eine Beteiligung der Douglasie in gewissem Umfang mit den Erhaltungszielen vereinbar und damit zulässig«.
Nicht in Sicht ist die angemahnte bessere Zusammenarbeit zwischen Forstministerium und betroffenen gesellschaftlichen Gruppen. Brunner antwortete ausweichend und bezeichnete den Aufsichtsrat und Beirat der Staatsforsten als Gremium der gesellschaftlichen Interessenträger.
Aber das ist nun wirklich noch lange keine angemessene Bürgerbeteiligung!

Für Greenpeace ist die jetzt von der SPD veröffentlichte Antwort des Forstministers eine schallende Ohrfeige für den Chef der bayerischen Staatsforsten, Rudolf Freidhager, dessen Absicht es ist die öffentlichen Wälder in Industrieforste umzuwandeln.

Es bewegt sich also einiges im Bayernland nach unserer ersten Kampagnenphase!
Allerdings ist auch Minister Brunner offenbar nicht daran interessiert, die Industrialisierung der bayerischen Wälder zu stoppen. Gut ein Jahr vor der Landtagswahl in Bayern versucht die Regierung nur die Wahrung ihres Gesichts, ohne allerdings grundsätzlich etwas an der Forstpolitik der öffentlichen Wälder zu ändern. Von zehn Prozent Schutz sind wir noch weit entfernt.
Wir werden also wiederkommen müssen!
Bis dahin bitten wir alle Waldgruppen den Sommer für die Maßbandidee zu nutzen um Menschen in Deutschland für das Thema Wald und insbesondere für alte Buchen zu begeistern. Frei nach dem Motto: Finden Sie die dickste Buche in Ihrer Umgebung und setzen Sie ein Zeichen gegen die Abholzung dieser alten Baumriesen. Also mitmachen: Umfang messen, Foto machen, Zeichen setzten!

Eine schalende Ohrfeige für die Bayerischen Staatsforste

Der Anbau der Douglasie ist vor dem Hintergrund des Klimawandels und des fortschreitenden Verlusts der Artenvielfalt nicht zu rechtfertigen nur noch knapp drei Prozent der Wälder in Deutschland sind alte Buchenwälder. Sie sind unser Naturerbe. Dennoch werden auch die noch verbliebenen alten Buchenwälder unvermindert eingeschlagen und vor dem Scheinargument des Klimawandels in „klimastabile“ Mischwälder umgewandelt. Doch der Anbau der Douglasie in alten Buchenwäldern ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und des fortschreitenden Verlusts der Artenvielfalt nicht zu rechtfertigen.
Grüne veröffentlichen bislang geheim gehaltene Daten zu Staatsforsten:
Transparenz statt Polemik beim Naturschutz im Wald
Bayern ist das einzige Bundesland, welches sich bislang geweigert hat, die Daten aus dem Staatswald für das Forschungsvorhaben „Natürliche Waldentwicklung als Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ zu übermitteln. Ziel dieses Forschungsvorhaben ist die Erstellung einer Bilanz über Umfang und Qualität der nutzungsfreien Waldflächen in Deutschland. Die Weigerungshaltung Bayerns, Daten heraus zu geben, war der Anlass für die Greenpeace-Kampagne im Spessart.
„Wir haben diese Daten nun in einer schriftlichen Anfrage beim Staatministerium für Forsten abgefragt und werden sie ab heute ins Netz stellen und für das Forschungsvorhaben zur Verfügung stellen“, erklärt der forstpolitische Sprecher Christian Magerl. „Wir brauchen dringend mehr Transparenz beim Naturschutz im Wald und weniger Polemik von Minister Brunner gegenüber Greenpeace.“
Das Ergebnis: Bislang haben 13 der 41 Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten ein Naturschutzkonzept auf regionaler Ebene erarbeitet. Die eingriffsfreie Fläche hat sich in diesen Betrieben dadurch von rund 2100 ha auf knapp 5000 ha erhöht.
„Die Richtung stimmt, allerdings müssen die noch fehlenden regionalen Konzepte für die restlichen Betriebe jetzt zügig erstellt werden“, so Christian Magerl. Das Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten sieht vor, so genannten Klasse-1-Wälder zu erhalten, also Waldbestände, die aufgrund ihres hohen Alters eine naturschutzfachliche Ausnahmestellung einnehmen. „Trotzdem lehnt Minister Brunner nach außen hin Flächenstilllegungen als Beitrag zum Naturschutz im Wald kategorisch ab – um vor den Bäuerinnen und Bauern gut dazu stehen.
Die genauen freigegeben Daten finden Sie hier und auf Nachfrage sind diese auch in der Pressestelle erhältlich.
Und dazu unser Greenpeace Kommentar
Hamburg 8.6.2012 – Der Landtagsabgeordnete der Grünen im Bayerischen Landtag, Dr. Christian Magerl, hat Anfang Februar eine Anfrage an das Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur „Verweigerung der Herausgabe naturschutzrelevanter Daten (Waldflächen ohne forstwirtschaftliche Nutzung) durch die Bayerische Staatsforsten“ gestellt. Auch Greenpeace hatte die Herausgabe der Daten im Rahmen ihrer laufenden Kampagne zum Schutz der alten Buchenwälder immer wieder gefordert. Heute sind die Antworten des bayerischen Forstministers Helmut Brunner (CSU) veröffentlicht worden.
Es kommentiert Greenpeace-Waldexperte Martin Kaiser:
„Die heutige Veröffentlichung der Daten zu den ältesten Wäldern der Bayerischen Staatsregierung zeigt, dass es zu wenig geschützte Waldflächen gibt. Sie belegt aber, dass der BaySF-Vorstand - entgegen der Behauptung gegenüber Greenpeace - Einzelbestandsdaten und Karten besitzt. Jetzt ist klar, dass die in den bayerischen Wäldern ausgewiesenen Waldflächen ohne forstwirtschaftliche Nutzung bei Weitem nicht ausreichen, die von der nationalen Biodiversitätsstrategie geforderten zehn Prozent der öffentlichen Wälder zu schützen.“

 

Ein Nationalpark für Baden-Württemberg!

Ein Nationalpark für Baden-Württemberg!

Baden-Württemberg hatte bis 2012 mit einem Waldanteil von fast 40 Prozent neben Rheinland-Pfalz als einziges Flächenland noch keinen Nationalpark vorzuweisen. Um den internationalen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland in Klima-und Naturschutz gerecht zu werden, steht Baden-Württemberg in der Verantwortung neben einer ökologischen Bewirtschaftung der Landeswälder auch Großschutzgebiete einzurichten. Im Frühjahr 2011 wurde im grün-roten Koalitionsvertrag die Einrichtung eines Wald-Nationalparks in Baden-Württemberg beschlossen. Greenpeace hat mit einem Fachgutachten1 identifiziert, dass die erforderlichen Voraussetzungen im Land nur im Nordschwarzwald bestehen.

Mehr dazu:

Mehrheit der Baden-Württemberger wünschen sich Nationalpark Schwarzwald

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren vor dem Stuttgarter Landtag am 10. 09. 2012 mit Hilfe einer Bannerpräsentation vor dem Stuttgarter Landtag für einen Nationalpark Schwarzwald.
Mehr Infos zu "Schritt fuer Schritt zum Nationalpark Nordschwarzwald".


Die Wanderer sind in Böblingen angekommen und haben da bei einem Greenpeace-Mitglied übernachtet:


Mehr zum Thema Nationalpark:

 

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