Corona - Wissenschaft - Politik

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Auf die Wissenschaft hören! Und zwar nicht nur beim Coronavirus!

Unser Leben hat sich binnen weniger Wochen durch die Corona-Pandemie dramatisch geändert. Die Corona-Krise wird bestimmt durch Einschätzung der Wissenschaftler. Wir erwarten die Bewertungen des RKI, die Politik versucht diese Vorgaben umzusetzen. Bezüglich der „Normalisierung“ unseres Alltags sind die Vorschläge der Leopoldina/Nationale Akademie der Wissenschaften maßgeblich - warum eigentlich nur hier?

Die Leopoldina schreibt 2019 zur Klimakrise: „Schäden durch Abschmelzen von Schnee und Eis, Anstieg des Meeresspiegels, Ausweitung von Trockenzonen, Extremwetter und steigender Verlust von Artenvielfalt und Lebensräumen an Land und im Meer können nur noch durch erhebliche und bereits in den kommenden zehn Jahren wirksame Anstrengungen begrenzt werden. Ansonsten werden große Regionen der Erde nicht mehr bewohnbar sein …

Nachhaltige Klimapolitik ist ein wesentlicher Schritt, um gemeinsam den sich abzeichnenden ökologischen und zivilisatorischen Systemkollaps (zu) verhindern.“

Die Reaktion darauf bei Politik und Bürgern ist … nicht vorhanden. Denn während wir das Coronavirus als akute Gefährdung der eigenen Person und unmittelbar jetzt empfinden, kommen Klimakatastrophen schleichend einher, sie sind ein langfristiges Problem, während wir und unsere politischen und medialen Systeme kurzfristig ausgerichtet sind. Fast alle Politiker, die heute die Weichen stellen (oder eben nicht stellen), werden längst nicht mehr im Amt sein, wenn die Klimakrise auch bei uns zu massiven Problemen führt, die jetzt -und nur jetzt- noch zu verhindern wären. 

Nach „Corona“ ist mitten in der Klimakrise und wir sollten Lehren aus der Coronapandemie ziehen:

  • Mit biologischen oder physikalischen Bedrohungen kann man nicht  verhandeln.
  • Eine maximale Globalisierung unseres Lebens und der Wirtschaft (um billig und mit wenig Umweltauflagen zu produzieren), schadet uns schlussendlich selbst und macht uns anfällig gegenüber weiteren globalen Krisen.
  • Vieles ist möglich, was bisher als nicht durchführbar galt! Keine Rückkehr zum  „Business as Usual“ nach der Coronakrise!
  • Respektieren wir unsere Mitwelt; der entsetzliche Umgang mit Tieren in Asien (der die Pandemie ermöglichte) wie auch unsere industrielle Tierhaltung ist unerträglich und muss gestoppt werden.

Die Welt nach der Pandemie wird eine andere sein - hoffen wir, dass wir daraus auch Lehren bezüglich weiterer globaler Bedrohungen ziehen werden.

Für Interessierte sind wir weiterhin per Mail erreichbar; eine Plattform sich zu informieren und engagieren bietet https://greenwire.greenpeace.de/start/lu

 

 

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