Earth Overshoot Day

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22. August 2020:  Heute ist „Earth Overshoot Day“ – unsere Erde ist am Limit!

Der Earth Overshoot Day ist der Tag, an dem die Erde am Limit ihrer Ressourcen angekommen ist. An dem Tag haben wir alle natürlichen Ressourcen unseres Planeten aufgebraucht, für deren Erneuerung er ein volles Jahr benötigt. Weil wir mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen haben, als unsere Ozeane und Wälder absorbieren können. Weil wir schneller gefischt haben, als sich die Fischbestände erholen. Weil wir rascher Bäume gefällt haben, als sie nachwachsen. Von heute an verringern wir die Substanz, die diese Erträge produziert!

1971 haben wir noch fast  vollständig vom Jahresertrag der nachgewachsenen Rohstoffe unserer Erde gelebt, der Overshoot Day war am 21. Dezember! 1995 war es der 21. November und 2019 schon der 29. Juli (Global Footprint Network)! Die Reduktion von Flug- und Autoverkehr und die Drosselung der Industrieproduktion haben den Tag 2020 mehr als 3 Wochen nach hinten verschoben und unserer Erde eine –kurze- Erholungspause verschafft. Es geht also – wir können die Lage verbessern!

Die Welt ist nicht genug

Ökologisch betrachtet leben wir also über unsere Verhältnisse (Deutschland schoss schon am 3. Mai über die Ziellinie). Ein Planet reicht uns somit nicht – eigentlich bräuchten wir 1,75 Erden. Und lebten wir unverändert weiter wie bisher, bräuchten wir bis 2030 zwei Planeten, um den Bedarf an Nahrung und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. 

Deswegen muss jetzt ein gewaltiges Umdenken stattfinden. Es ist höchste Zeit, dass wir ressourceneffizienter und nachhaltiger konsumieren. Die Forscher des „Global Footprint Network“ rufen jeden Einzelnen konkret auf, um etwas gegen diese Entwicklung zu tun. Würden wir zum Beispiel die Nahrungsmittelabfälle weltweit halbieren, könnten wir den Weltüberlastungstag um elf Tage nach hinten verschieben. Unseren CO2-Ausstoß zu halbieren, brächte gar 89 Tage. Und wenn es uns gelänge, den Earth Overshoot Day jedes Jahr viereinhalb Tage später zu erreichen, wäre unser Verbrauch 2050 wieder im Gleichgewicht mit den Kapazitäten unseres Planeten.