Meeresschutzgebiete

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Unter dem Dach der Vereinten Nationen beraten Regierungsvertreter aus aller Welt abschließend im Frühjahr 2020 über ein Hochseeabkommen, ein Regelwerk zur juristischen Einordnung von Meeresgebieten außerhalb nationaler Grenzen und damit auch über Meeresschutzgebiete. Greenpeace fordert den Schutz von mindestens 30 Prozent der Hohen See.

Die Hohe See bedeckt fast die Hälfte unseres Planeten, macht beinahe zwei Drittel der Weltmeere aus und ist größer als alle Kontinente zusammen. Weit jenseits der Küste, fernab nationaler Hoheitsgewässer, ist sie auch weit entfernt vom Alltag der Menschen – und doch geprägt von deren Spuren: Industrielle Überfischung, Rohstoffabbau, Plastikmüll und Klimawandel setzen den Ozeanen schwer zu. Die Folge: Ein massiver Verlust an Artenvielfalt und natürlichem Lebensraum.

Bisher gibt es keinen globalen, rechtsverbindlichen Vertrag zur Einrichtung, Verwaltung und Durchsetzung von Meeresschutzgebieten auf der Hohen See. Das geltende Seerecht konzentriert sich mehr auf die Nutzung der Ozeane als auf deren Schutz.

Greenpeace kämpft, zusammen mit seinen Verbündeten in der High Seas Alliance, seit vielen Jahren für dieses bahnbrechende Abkommen – vor und hinter den Kulissen. Wird das Hochseeschutzabkommen offiziell beschlossen, kann es die Errichtung eines weltweiten Netzwerks von Meeresschutzgebieten ermöglichen – und damit unseren Ozeanen jenen Schutz gewähren, den sie dringend brauchen, denn über 90% des Fischbestands ist maximal befischt, überfischt oder zusammengebrochen.

Wir schlossen heute unsere, Anfang 2018 begonnenen Aktivitäten mit einer Sammlung von Unterschriften auf dem Wochenmarkt in Weil der Stadt ab und freuten uns über überraschend viele aufgeschlossene Menschen, ihr Interesse und natürlich auch über 70 Unterschriften. Zusätzlich unterschrieben viele noch eine Postkarte an Umweltministerin Svenja Schulze mit einer Einladung/Aufforderung persönlich bei den UN-Verhandlungen teilzunehmen.

 

 

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