Tag der offenen Tür 2012

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Viele Besucher informierten sich zu den verschiedensten Umwelt- und Naturschutzthemen, wohl ausgebreitet und gut vorbereitet durch die dort ansässigen Vereine. Die diesjährigen Schwerpunkte waren wieder breit gestreut. Jörn Gutbier vom Verein Diagnose-Funk erklärte die Auswirkungen der modernen Kommunikationsmittel und auch Leuchtmittel auf die menschliche Gesundheit. Er erklärte auch sparsame LED-Lichtquellen und was für eine gute Beleuchtung zu beachten ist. Die hiesige Greenpeace-Gruppe demonstrierte anhand verschiedener Beispiele wie durch die Verwendung von Recycling-Papier wertvolle Holz und Urwald-Ressourcen geschont werden können. Im eigens für die Region erstellten Ratgeber zu Recycling-Papier werden viele Quellen für die unterschiedlichsten Produkte aufgeführt. Sollten Sie einen Händler kennen, der darin nicht aufgeführt ist, so senden Sie uns eine E-Mail mit dem Händlernamen und den angebotenen Produkten zu, damit dies eine lückenlose Referenz wird. Unsere alten Buchenwälder sollten nicht zu reinen Industriewälder verkommen und durch z. B. Douglasien-„Plantagen“ ersetzt werden. Nur rund ein Prozent der Wälder sind hierzulande geschützt. Deutschland ist damit weltweit eines der Schlusslichter beim Waldschutz. Zur Abrundung dieses Themas wurden Unterschriften auf einem großen Banner zur Einrichtung eines Nationalparks Nordschwarzwald gesammelt. Anhand einem Windgas-Model zeigte die Gruppe auf, wie zeitweise anderweitig nicht nutzbare Windenergie mittels Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff und anschließender Einspeisung des Wasserstoffs in das Erdgasnetz gespeichert und zur weiteren Nutzung transportiert werden kann. Das ist ein heute schon praktizierter Weg und eine von vielen Möglichkeiten, den Sprung in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien schon heute möglich zu machen. In seiner Studie Plan B zeigt Greenpeace auf, dass ein Atomausstieg bis 2017 durchführbar gewesen wäre und im weiteren Verlauf bis 2050 die Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien umgestellt sein könnte. Beim Verlassen des Hauses konnten die Besucher sich noch bei „Elvira“, dem Eierlegenden Wollmilchschwein, zum Stand der Gentechnik in Landwirtschaft und in Lebensmitteln informieren. Hier wurde der aktuelle Einkaufsratgeber Gentechnik angeboten. Bei einem oder mehreren Probiererle vom Landkreis-Apfelsaft Plenum Heckengäu“ aus regionaler Produktion wurde nicht nur über Saft, sondern auch auch über eine Gentechnik-freie Landwirtschaft gesprochen. Viele Besucher unterschrieben auch hier die Liste zur „Nulltoleranz“-Grenze im Saatgut.

 

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