Wegwerfware Kleidung

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Nach einer Greenpeace-Umfrage in Deutschland besitzt jede/r im Schnitt 95 Kleidungsstücke (ohne Socken und Unterwäsche), davon werden 19% praktisch nie getragen, weitere 20% sehr selten. Das macht zusammen etwa 2 Mrd. Teile! Mehr als die Hälfte der gekauften Oberteile, Hosen und Schuhe werden nach ein bis drei Jahren weggeworfen, 13% tragen Schuhe weniger als ein Jahr. 65% der Befragten werfen ihre Kleidung weg, weil sie nicht mehr gefällt, 40%, weil sie nicht mehr der Mode entspricht; nur 21%, weil sie kaputt ist oder nicht mehr passt (Mehrfachnennungen möglich).

Die Produktion einer einzigen Jeans benötigt 7000 l Wasser; 3500 Chemikalien sind im Einsatz um Rohmaterial bunt zu färben oder zu bedrucken. In den asiatischen Hauptproduktionsländern ist die Textilindustrie zum zweitwichtigsten Wasserverbraucher (und -verschmutzer) geworden. Billigware für den europäischen Markt wird dort unter oft verheerenden Arbeitsbedingungen produziert. Für mehr als ein Drittel der Käufer hierzulande ist aber der Preis das entscheidende Kriterium!

Billig und viel kaufen, kurz oder nie tragen, schnell wegwerfen - wollen wir das wirklich?

 

Besuchen Sie doch mal eine Kleidertauschbörse (auch Greenpeace organisiert welche!) oder schauen Sie mal in Second-Hand-Läden rein. Kleidung und Schuhe lassen sich oft einfach und günstig flicken oder reparieren - auch wenn das nicht in unsere Zeit passen sollte! Geld sparen kann man übrigens vor allem dann wenn man keine Dinge kauft, die man eigentlich nicht braucht!

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Greenpeace-Infos zu Kleidung

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