Wieder mal: Weihnachten!

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Wie in jedem Jahr sind die Erwartungen hoch: kann der Einzelhandel seine Vorjahresbilanz toppen? Werden die Weihnachtsmärkte noch besser besucht, der Umsatz noch höher? Und was wünsche ich mir, wo ich doch schon so Vieles habe...und was schenke ich, wo doch die anderen schon so viel besitzen? Und unsere Geschenke sollen doch einen gewissen Wert haben.

Als ich neulich fürs Blutspenden 25.- € erhielt, fragte ich mich, was eigentlich den Wert von etwas ausmacht. Das Blut „bringt“ 25.-€, kann vielleicht Leben retten. Ein talentierter Fußballprofi kann Millionen im Jahr verdienen, eine Krankenschwester im Schichtdienst dagegen im Vergleich fast nichts. Ist dieser Lohnunterschied gerecht? Wie gerecht ist die Welt, in der wir leben?

Geht es immer nur um Geld als Wertmaßstab? Ist der Konsum von Produkten oder Dingen das Wesentliche? Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit könnten wir uns ja mal besinnen, ob unser Handeln, unser Schenken im Einklang steht mit dem, was wir für richtig und wichtig halten. Wie wäre es denn zu versuchen dem Zwang zum Konsum einmal aus dem Weg zu gehen? 

Müssen wir z.B. Kinder mit Geschenken überfluten um unsere Zuneigung zu zeigen? Wäre es nicht mal schöner einfach Zeit zu schenken, Zeit, die wir mit ihnen verbringen können? Gemeinsames Erleben ist wichtig: eine Radtour oder Wanderung durch den Schönbuch mit Entdeckungen und schönen Augenblicken ist auch jetzt im Herbst und Winter ein Erlebnis (siehe Fotos); ein Essen gemeinsam zubereiten und einzunehmen (und vielleicht mal ohne Fleisch – ein Weihnachtsgeschenk für die Tiere!); oder wie wäre es mit einem gemeinsamen Spieleabend?

Letztlich sind es doch diese Erfahrungen und Erinnerungen, die einen wesentlichen Teil unseres Lebens ausmachen ... und nicht ein neues Spielzeug.