"Wir haben es satt"

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Es geht hoch her in der Landwirtschaft:

In Baden-Württemberg wird ein Volksbegehren gegen Pestizide und für eine Umstellung auf eine ökologische Landwirtschaft initiiert, später zwar beendet, aber nur, weil die Landesregierung in Verhandlungen einen Kompromissvorschlag erarbeitet hat. Die Bauern protestieren gegen die ökologischen Vorgaben mit grünen Kreuzen auf den Äckern und Wiesen. Gleichzeitig läuft eine EBI Europäische Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten", die die Pestizidanwendung in der EU schrittweise beenden, aber die Situation der Bauern verbessern will (Info und Unterschriftenliste im Anhang). Dann soll in diesem Jahr die GAP Gemeinsame Agrarpolitik der EU für weitere 7 Jahre beschlossen werden. Es sieht so aus, dass -wie immer in der Politik- kein richtungsweisender Schritt in eine neue Richtung gemacht wird, sondern ein "weiter so" mit kleinsten Änderungen! Keine gute Nachricht für unsere Welt.

In Berlin protestieren Bauern gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung und ökologische Auflagen; es geht den Bauern schlecht und das ist sicher ein Skandal, sind sie es doch, die unsere Nahrungsmittel produzieren. Allerdings ist das Höfesterben und die immer angespanntere wirtschaftliche Situation keineswegs auf Druck von Umweltauflagen entstanden, sondern Folge der Ausrichtung ihrer eigenen Agrarlobby, die auf Billigproduktion, Masse und Export setzt und auch dafür sorgt, dass die größten Betriebe die meisten Subventionen erhalten.

Heute demonstrieren in Berlin und auch in Tübingen Umwelt- und Naturschutzverbände und Vertreter der ökologischen Landwirtschaft gegen die industrialisierte Agrarwirtschaft und deren Auswirkungen auf unsere Umwelt - auch Teile unserer Gruppe waren in Tübingen dabei!

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